INTERVIEW MIT DER FA. ECG IM JANUAR 2003

PROF. DR. JÜRGEN JOSEPH
GESCHÄFTSFÜHRENDER GESELLSCHAFTER

Bevor wir auf die Projekte zu sprechen kommen, welche die kfu in Ihrem Hause durchführen durfte, würde ich zunächst gerne von Ihnen wissen, welche Anforderungen Sie persönlich an eine Beratung stellen. 

Prof. Dr. Jürgen Joseph: Eine Beratung muss für mich professionell ablaufen, sehr zielorientiert im Sinne des Kunden sein und genau über das Problem hinweghelfen, für das man den Berater ins Haus geholt hat. Außerdem darf es nur relativ wenig Vorbereitungszeit von meiner Seite bedürfen. Schließlich nehme ich die Dienste eines Beraters in Anspruch, um entlastet zu werden. Sonst könnte ich es ja quasi gleich selber machen. Die kfu-Berater erfüllen meine Anforderungen, und bei der Zusammenarbeit mit ihnen kommt noch positiv hinzu, dass man es hier mit Personen zu tun hat, die auch von dem Kreis der Betroffenen voll und ganz akzeptiert werden. Eine Beratung, die wir in Auftrag geben, hat mit Menschen und notwendigen Veränderungsprozessen zu tun. Und dies nimmt man nur einem externen Berater ab, der auch menschlich in Ordnung ist.

Hatten Sie vor der Entscheidung für die kfu auch Angebote anderer Berater? 

Prof. Dr. Jürgen Joseph: Ja, aber man überlegt sich, wen man bereits kennt und wer für die Aufgabe in Frage käme. Hat man die Wahl zwischen mehreren Beratern, bei denen die professionelle Durchführung gegeben ist, so entscheidet letztendlich der Faktor Mensch. Peter Friedmann und ich funken auf der gleichen Wellenlänge. Meine Mitarbeiter kommen ebenfalls hervorragend mit ihm aus, denn er ist kein abgehobener Berater, sondern ein normaler, umgänglicher Mensch, mit dem man wirklich hervorragend und zielgerichtet zusammenarbeiten kann. 

Welches Projekt stand damals an, als Sie sich für die Zusammenarbeit mit der kfu entschieden? 

Prof. Dr. Jürgen Joseph: Eigentlich war es umgekehrt: Zunächst hatte sich die kfu nämlich für uns entschieden und die ECG für eine Beratungstätigkeit vermittelt. Im Nachhinein haben wir uns dann überlegt, die kfu selbst einmal ins Haus zu holen. Durchgeführt wurden bzw. werden eine Vertriebsschulung der Mitarbeiter plus Auffrischungsseminar, ein Seminar zur Einführung des strukturierten Mitarbeitergesprächs (Schulung für die Führungskräfte und Präsentation für die Gesamtheit der Mitarbeiter) sowie die Neuausrichtung unserer Umweltberatung. 

Wie lief die Vertriebsschulung mit Herrn Friedmann ab? Wie wurde vorgegangen? 

Prof. Dr. Jürgen Joseph: Dazu kann ich leider nichts sagen, denn ich selbst war bewusst nicht dabei. Es war auch von der kfu gewünscht worden, diese Schulung ohne die Geschäftsführung durchzuführen, damit sie offener und lockerer ablaufen konnte. Das Feedback der Teilnehmer war hervorragend, die Schulung ist wirklich gut angekommen. Am Abend der Schulung war ich anwesend, und es wurde sich sehr lobend geäußert, insbesondere über Peter Friedmann. 

Konnten Sie nach der Vertriebsschulung positive Auswirkungen feststellen? 

Prof. Dr. Jürgen Joseph: Es lässt sich nicht nachvollziehen, was nun direkt auf die Schulung zurückzuführen ist. Jedenfalls haben sich die Mitarbeiter aus der zweiten Reihe intensiv Gedanken gemacht, wie sie das Besprochene und das in dem Ziel- / Maßnahmenkatalog Festgelegte umsetzen können. Die Umsetzung ist insofern zu erkennen, als dass viel mehr eigene Akquisitionstätigkeiten in der zweiten Ebene stattfinden als es in der Vergangenheit der Fall war. Dies ist eines unserer erklärten Ziele, und ich führe die positive Entwicklung auch auf das „Wachrütteln“ während der Schulung zurück.

An welchen Projekten mit der kfu haben Sie teilgenommen? 

Prof. Dr. Jürgen Joseph: Ich habe an den Vorbereitungen zur Einführung des strukturierten Mitarbeitergesprächs sowie an der Neuausrichtung unserer Umweltberatung teilgenommen. 

Und wie lief die Neuausrichtung der Umweltberatung mit der kfu ab? 

Prof. Dr. Jürgen Joseph: Es war so, wie ich es mir vorstelle: professionell, aber trotz allem locker gemanagt. Es gab Vorbereitungsgespräche mit dem Mitarbeiter, der den Bereich heute verantwortet, sowie mit der Geschäftsführung, um die Zielrichtung des Projekts festzulegen. Während des eigentlichen kfu-Seminares mit 8 Teilnehmern aus unterschiedlichen Ebenen haben wir dann innerhalb kürzester Zeit (1,5 Tage) zwei glasklare Alternativen erarbeiten können. Hier waren die klassischen Management- und Beraterqualitäten gefordert, und ich denke, dass Peter Friedmann mit seiner Erfahrung hier im Wesentlichen aus der Routine heraus beraten konnte. Besonderes Fachwissen im Umweltbereich wäre übrigens eher hinderlich gewesen, denn damit unterliegt der Berater nicht der Versuchung, selber derjenige sein zu wollen, der alles besser weiß. Und so wurden die Stärken und Schwächen klar analysiert, die Alternativen aufgezeigt und ein konkreter Maßnahmenkatalog erstellt. Die Umsetzung ist allerdings noch nicht erfolgt, da wir zuvor noch eine wichtige personelle Veränderung vornehmen müssen. Bei der dementsprechenden Personalsuche werden wir die Hilfe der kfu in Anspruch nehmen. 

Stehen noch weitere Projekte mit der kfu an? 

Prof. Dr. Jürgen Joseph: Ja, sicher. Hat man erst einmal einen Berater, der mittlerweile das Unternehmen und auch gewisse notwendige Hintergründe kennt, dann möchte man ihm natürlich auch weitere Projekte anvertrauen. Man braucht einfach immer wieder Externe, die einem den Spiegel vorhalten oder das vermitteln, was man selber bereits weiß, aber selbst nicht aussprechen will. Und mit Peter Friedmann arbeiten wir sehr gern zusammen. Die Seminare werden von ihm professionell organisiert und durchgeführt. Ein Seminar hält vordergründig von der Arbeit ab, doch die Zeit verwende ich dafür gerne, wenn ich weiß, dass etwas Vernünftiges dabei herauskommt. Ich habe schon andere Seminare erlebt. Wenn das Menschliche nicht passt, kann man zu keinem ordentlichen Ergebnis kommen. 

Gibt es etwas, das Sie an der kfu kritisieren möchten?

Prof. Dr. Jürgen Joseph: Ich möchte einen Punkt ansprechen, aber hinzufügen, dass wir dadurch bisher noch nicht stark gelitten haben: Meiner Ansicht nach ist die Vorbereitung von Seminaren manchmal etwas zu kurzfristig. Ich bin jemand, der es gewohnt ist, für solche Termine zeitlichen Vorlauf zu nehmen und sie intensiv vorzubereiten. Ich lasse sich die Dinge gern noch etwas entwickeln, so dass man die Zeit hat, sich noch einmal darüber Gedanken zu machen. 

Herr Prof. Joseph, ich danke Ihnen vielmals für das Interview.

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